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Donnerstag, 16. Dezember 2021

Beat Marrer, Präsident der suissetec Nordwestschweiz, blickt auf ein aufregendes 2021 zurück:

«Mir fällt ein Stein vom Herzen.»
Bereits seit drei Jahren kündigt Verbandspräsident Beat Marrer seinen Rücktritt an. Bis jetzt ist er jedes Mal in die Verlängerung gegangen. Im Frühling 2022 ist nach 22 Jahren aber definitiv Schluss.

Beat Marrer, wie fühlst du dich – jetzt, wo du weisst, dass deine Nachfolge geregelt ist?

Mir fällt ein Stein vom Herzen. Letzten Herbst konnten wir meine Nachfolge festlegen. Endlich. Ich freue mich ausserordentlich, dass wir nun das Präsidium mit einem bisherigen Vorstandsmitglied neu besetzen. Mehr verrate ich nicht. An der Generalversammlung im Frühling 2022 gilt es, das Vorstandmitglied ins Präsidium zu wählen. Ich wünsche mir fest, dass wir dies physisch tun können. Denn der persönliche Kontakt zu all unseren Mitgliedern fehlt mir enorm.

Das klingt nach einer freudigen Nachricht zum Jahresende. An was denkst du sonst noch, wenn wir dich nach deinem 2021 fragen?

An ein Auf und Ab. Ich fühle eine gewisse Distanz zur Basis. Nur den Sommer-Grill-Anlass haben wir physisch durchgeführt. Sonst nichts. Die Generalversammlung in Papierform ist halt schon nicht dasselbe. Umso schöner waren all die strahlenden Gesichter auf der Sichtern oberhalb Liestal: Rund 140 Mitglieder mit ihren Angehörigen haben den Weg zu unserem legendären Sommeranlass gefunden.

Und in Bezug auf die Branche?

Die Gebäudetechnikbranche gehört sicherlich nicht zu den Verlierern. Bis auf mühsamere Rahmenbedingungen bei Montagearbeiten vor Ort und Covid-Behinderungen ist die Branche mit vollen Auftragsbüchern unterwegs. Wenn ich an unsere Verbandsarbeit denke, finde ich besonders Gefallen am frischen Schwung in unserer Geschäftsstelle. Neue Ideen und kreative Umsetzungen stimmen mich positiv für die Zukunft. Wir haben die letzten Monate genutzt, um in die Digitalisierung unserer Prozesse zu investieren und uns mittels Personal- und Teamschulung weiterzuentwickeln.

Was wünschst du dir fürs kommende Jahr?

Ich freue mich darüber, dass der Vorstand personell gut aufgestellt ist. Mein Rücktritt ist für mich nach dem Rückzug aus der Geschäftsleitung in der Firma eine zusätzliche Entlastung. Und frischer Wind tut der Führung gut.

Was gibst du der neuen Führung mit?

Die Zukunft der Alternativenergien ist eine grosse Chance für unsere Branche. Basel arbeitet seit 2017 mit dem neuen Energiegesetz. Wir haben gute Erfahrungen gemacht. Viel wichtiger erscheint mir die Frage, wo wir geeignetes Fachpersonal finden. Ich bin der Meinung, dass wir noch immer zu wenig ausbilden. Als ich angefangen habe, setzte ich das Ziel von 400 Lernenden. Heute haben wir das, mit aktuell 375, fast erreicht. Diese Anzahl müssen wir beibehalten und ausbauen.

Die Nachwuchsthematik ist nicht neu. Aber gibt es auch genügend Lehrstellen?

Genau dort liegt die Problematik. Ich denke, wir müssen noch mehr Überzeugungsarbeit leisten, dass unsere Verbandsmitglieder alle ausbilden und so mithelfen, qualifiziertes Personal zu etablieren. Dieses Thema war auch einer der Hauptgründe, weshalb ich mich vor über zwanzig Jahren entschieden habe, im Vorstand der Suissetec Nordwestschweiz mitzuhelfen.

Wie meinst du das?

Die Lernenden sind unser kostbarstes Gut. Das habe ich gemerkt, indem ich als Prüfungsexperte aktiv im Thema Ausbildung an der TS-HKK von 1987 bis 2015 mitgearbeitet habe. Ein weiterer Vorteil ist, dass ich stets engen Kontakt zu den guten Leuten halten konnte. Fast jedes Jahr habe ich für meine Firma gutes Personal rekrutiert und sie teilweise gleich an die Technikerschule weitergeschickt. Es ist die Aufgabe von uns allen, dass wir auch in Zukunft motiviertes und geeignetes Personal erhalten.