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Montag, 01. März 2021

Im Kurzinterview mit Olivia Jeker: «Homeoffice ist nun keine grossartige Herausforderung mehr»

Das Jahr 2021 ist schon einige Wochen alt, der zweite Lockdown sorgt für Verunsicherung. Doch Olivia Jeker von suissetec nordwestschweiz blickt dennoch zuversichtlich auf das neue Jahr.

Olivia Jeker, wie bist du in das neue Jahr gestartet?
Ich bin froh, dass es der Gebäudetechnikbranche gut geht. Im letzten Jahr ist weniger Kurzarbeit abgerechnet worden, als wir erwartet haben. Allerdings behaupte ich noch immer, dass es unsere Mitglieder erst später trifft. Wenn ich höre, dass die SBB Bauprojekte storniert und Investitionen zurückbehält, nach Gesprächen aber mit dem Bund als Eigner die angekündigte Sistierung wieder aufhebt, läuten bei mir die Alarmglocken. Es ist eine finanziell angespannte Situation.

Du meinst, der zweite Lockdown sorgt für mehr Verunsicherung?
Ich will nicht jammern. Immerhin konnte unsere Branche immer arbeiten. Aber ich bin dennoch überrascht, dass es uns im zweiten Lockdown als Gesellschaft nochmals so hart trifft, obwohl wir besser vorbereitet sind.

Wie meinst du das?
Ich bin zwar noch immer keine Freundin des Homeoffice doch fühle ich mich der virtuellen Meeting-Technik näher. Es ist kein Neuland mehr. Aber mir fehlen die persönlichen Begegnungen sehr. Wichtige Themen bleiben länger liegen, weil virtuelle Sitzungen vor allem in grösseren Gruppen schwieriger sind. Anspruchsvolle Entscheide müssen miteinander diskutiert werden können.

Aber du siehst auch das Positive in der beschleunigten Digitalisierung?
Ja. Ich kann mir sogar vorstellen, in Zukunft einen Tag pro Woche im Homeoffice zu verbringen. Einige Arbeiten sind effizienter. Die Digitalisierung ist ein positiver Aspekt der momentanen Situation. Ich bin Zuhause genau gleich vernetzt wie im Büro. Unsere Direktnummern können aufs Mobile umgeleitet werden. Zwischendurch kommen unsere Basler Kollegen nach Liestal, um bei uns vor Ort zu arbeiten – und umgekehrt. Das gefällt mir. Wir sind irgendwie trotz Pandemie näher zusammengerückt.

Dann blickst du doch zuversichtlich ins 2021?
(überlegt) Ich denke, wir sind flexibler und können damit umgehen, dass Anlässe nicht physisch stattfinden. Doch ich bin sicher, dass wir uns alle freuen, wenn wir endlich wieder einmal einen gemeinsamen Grillabend auf die Beine stellen können. Die Begegnungen, das Gemeinsame, wird wieder mehr geschätzt. Was mich optimistisch stimmt. So werden wir hoffentlich bei unserem nächsten Mitgliederanlass von unseren Mitgliedern überrannt (lacht). Ich persönlich freue mich über die neu erlernten Fähigkeiten bezüglich Digitalisierung und hoffe, dass auch unsere Mitglieder davon profitieren können. Wie ich gehört habe, setzt sich auch der Dachverband aktiv für die Digitalisierung in der Gebäudetechnikbranche ein. Davon werden unsere Mitglieder bestimmt bald profitieren.